Archiv für April 2008

Eine Frage der Haltung

Unseren Haustieren geht es hundeelend. Kein Wunder, wir behandeln sie, als wären sie so was wie drollige Menschen. Ein Verhältnis voller Irrtümer.

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Die Schwarzseher

Der junge Mann mit der neongrünen Langhaarperücke will einfach mal abschalten an diesem Abend, deshalb nimmt er Anlauf und rennt ungebremst auf ein Schaufenster zu. Dann springt er in die Luft, streckt sich, grabscht nach einem Hebel – fertig: Das Licht ist aus.

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Kinder unter Hochspannung

Eric Depluet sieht sein Unternehmen als Helfer in der Not. Als Sanitäter eines siechenden Staates. In Zeiten klammer Kassen werde „Sponsoring seitens der Gesellschaft von uns erwartet“, sagt der Belgier, der seit knapp einem Jahr beim Düsseldorfer Energieriesen E.on die neue Einheit Corporate Social Responsibility (CSR) leitet. E.on wolle „gesellschaftliche Verantwortung an Beispielen leben“, sagt Depluet in leicht verquirlter Gutmenschen-Dialektik.

Bisher konzentrierten sich die Strombosse dabei etwa auf Werbebusse für Schüler. Das neueste Projekt von Depluets CSR-Kosmetikern setzt dagegen erstmals auf breiter Front in den Kindergärten an.

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Rauchschwaden aus Brandenburg

Hammer des Monats für den Landesvater Matthias Platzeck. Er bagatellisiert die Braunkohle-Klimamonster seines Bundeslandes.

Jeder Deutsche trägt eine CO2-Last von zehn Tonnen im Jahr auf der Schulter. Verglichen mit dem weltweiten Ausstoß von 30 Milliarden entspricht unsere ganz persönliche Klimabilanz 0,00000003 Prozent. Ob wir weiter mit dem Auto durch die Gegend brettern oder die Heizung runterdrehen, ob wir uns den Urlaubssonnenbrand in Honolulu holen oder im Schwarzwald – das wird den Planeten Erde kaum beeindrucken.

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