Effizienz und Transparenz sieht anders aus

Die EU will ein neues Label für Energieeffizienz schaffen. Herausgekommen ist ein fauler Kompromiss, der Energie- verschwendung begünstigt und die Kunden vor Rätsel stellt

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Wieder eine Chance vertan. Seit Anfang des Jahres wird über ein neues Label für energiesparende Haushaltsgeräte nachgedacht. Zugegeben: Eine vernünftige Kennzeichnung garantiert noch lange nicht, dass auch alle zum klimafreundlichsten Gerät greifen. Nun aber wird den Kunden dreist Energieeffizienz vorgegaukelt, wo eigentlich Energieverschwendung drinsteckt.

Dieser faule Kompromiss ist jedoch doppelt schlecht für Verbraucher und Klima. Der bisherige Verwirrungskurs durch die provisorischen Aushilfsklassen A+ und A++ bei Kühlschränken wird nicht nur fortgesetzt. Die EU macht sich durch weitere Plus-Klassen statt aktualisierter Grundskala auch zum Handlanger einer Industrie, die auf dem europäischen Markt weiter mit ineffizienten Produkten verdienen will. Hersteller, die jetzt schon auf sparsame Modelle setzen und damit morgen im internationalen Wettbewerbsvorteil sind, werden durch die neue Regelung benachteiligt.

Wie oft beteuert die EU, sich für mehr Wettbewerb und Transparenz auf dem Binnenmarkt einzusetzen? Wenn aber mal der Klimaschutz davon profitieren würde, blockiert sie auf einmal. Anscheinend ist und bleibt Energieeffizienz hauptsächlich ein Thema für die Sonntagsreden der Politiker. Die Energiekonzerne wirds freuen.

Felix Werdermann

Originalquelle: wir-klimaretter.de

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