Banken geben Beipackzettel aus

Informationsblatt soll Geldanleger besser aufklären

Von Felix Werdermann

weiterlesen auf berliner-zeitung.de

BERLIN. Chancen und Risiken auf einen Blick – das soll das neue Informationsblatt für Finanzanlagen bieten. Am Freitag präsentierte der Bundesverband deutscher Banken (BdB) in Berlin den so genannten Beipackzettel, mit dem Finanzprodukte für Kunden verständlicher und besser vergleichbar werden sollen. Er beinhaltet unter anderem Informationen zu Funktionsweise, Risiken und Kosten einer Anlage.

Damit reagiert der Bankenverband auf Druck von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Sie hatte im vergangenen Sommer die Banken aufgefordert, ein einheitliches Informationsblatt für ihre Produkte zu verwenden. Andernfalls sei eine gesetzliche Regelung erforderlich. Dem möchte der Verband vorbeugen. Im Frühsommer sollen die ihm angeschlossenen Privatbanken erste standardisierte Informationsblätter ausgeben. Die Deutsche Bank benutzt bereits einen ähnlichen „Beipackzettel“.

„Erfreuliches Signal“

Ministerin Aigner begrüßte den Vorschlag des Bankenverbands. „Das ist ein erfreuliches Signal für eine bessere Aufklärung der Bankkunden.“ Nun werde geprüft, ob er den eigenen Kriterien entspreche. Der Bundesverband Verbraucherzentralen bemängelte, das Informationsblatt gelte nur für neue Produkte. Für eine flächendeckende und verbindliche Einführung seien gesetzliche Vorgaben nötig.

Originalquelle: berliner-zeitung.de

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • MySpace
  • PDF
  • Print
  • RSS