Archiv für Mai 2010

„Nur eine homöopathische Förderung“

Das Finanzministerium blockiert die weitere Förderung von klimafreundlichen Heizanlagen. Noch immer gilt die Haushaltssperre, neue Anträge auf Zuschüsse nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle jetzt nicht mehr entgegegen. Betroffen sind Firmen wie die Berliner KBB Kollektorbau GmbH. Geschäftsführer Stephan Fintelmann befürchtet, dass der Markt nun komplett zusammenbricht. 1993 gehörte er zu den Ersten, die an Sonnenkollektoren zur Wärmegewinnung entwickelt haben. Zu zweit in der Garage ging es los, inzwischen beschäftigt er 60 Mitarbeiter.

Interview: FELIX WERDERMANN

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wir-klimaretter.de: Sie haben in den letzten 17 Jahren ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Nun befürchten Sie, dass die Gelder aus dem Marktanreizprogramm für klimafreundliches Wärmen dauerhaft gesperrt bleiben.

Stephan Fintelmann: Wenn es bei der Sperre und dem Förderstopp bleibt, wissen wir aus Erfahrung, dass der Markt komplett zusammenbricht. Dann wird aus dem Marktanreizprogramm ein Marktverhinderungsprogramm.

Ist die finanzielle Unterstützung denn so entscheidend?

Nicht direkt. Im Vergleich mit anderen erneuerbaren Technologien gibt es für uns nur homöopathische Fördersummen. Die Basisförderung liegt bei 60 Euro pro Quadratmeter. Dieser Satz ist im Marktanreizprogramm für Warmwasser-Anlagen vorgesehen. Nimmt man nun eine Lebensdauer von 20 Jahren an, so landen Sie bei einer Förderung von unter 1 Cent pro Kilowattstunde. Windstrom wird mit 9 Cent gefördert, die Photovoltaik mit 33 Cent. Das steht also in keinem Verhältnis.
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