Archiv für Oktober 2010

CDU-Biobauer mit Gewissen

Bis zur letzten Minute hatten einige Atomkraftgegner Hoffnungen in sie gesetzt: die Abweichler aus der Koalition. Hans-Georg von der Marwitz ist einer von ihnen.

Von Felix Werdermann

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Er sitzt für die CDU im Bundestag und hat am Donnerstag gegen die Laufzeitverlängerung gestimmt. Am Ergebnis hat das zwar nichts geändert, aber ein Zeichen ist es doch: Der Weg zurück ins Atomzeitalter, ihn wollen nicht alle Konservativen gehen. (mehr…)

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Überall gegen den Castor

In über 120 Orten in ganz Deutschland haben Atomkraftgegner gegen Castortransporte demonstriert. Infostände, Manhwachen, Flashmobs, Demonstrationen, Fahrradtouren: Über 10.000 Menschen haben sich an den Protesten beteiligt.

Von Felix Werdermann

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Es ist eine Art Warmlaufen für den Protest im Wendland: Zwei Wochen bevor der Castor ins niedersächsische Gorleben rollen soll, haben Atomkraftgegner in ganz Deutschland gegen die Atommülltransporte demonstriert. An dem „Castor-Streckenaktionstag“ beteiligten sich nach Veranstalterangaben mehr als 10.000 Menschen in über 120 Orten. (mehr…)

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Achtung, hier twittert die Polizei

Die Polizei von Manchester hat einen Tag lang getwittert, was sie tut. Und die Beamten haben bewiesen: Ordnungshüter leben gefährlich – sofern Langeweile gefährlich ist

von Felix Werdermann

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Eine Internetpolizei, die überwacht, ­reguliert, einschränkt in der letzten Oase der Freiheit, dem World Wide Web: Ist sie nicht ein Horrorszenario für viele, die im Netz unterwegs sind? Gegen eine Internetpolizei, die sich nur zu Werbezwecken im Netz aufhält, ­haben aber viele offenbar nichts einzuwenden, solange sie sonst offline arbeitet. Im britischen Manchester hat die Polizei einen Tag lang all ihre Aktivitäten getwittert. (mehr…)

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Das Klimasystem als Versuchslabor

Kann Ingenieursarbeit die Erde umprogrammieren, sie im globalen Maßstab in die Zange nehmen und sie nach Bedarf zurechtschrauben? Auf der UN-Konferenz zur Artenvielfalt, die am Montag im japanischen Nagoya begonnen hat, könnte ein vorläufiger Stopp für sogenannte Geo-Engineering-Projekte beschlossen werden. Wissenschaftler kritisieren die unkalkulierbaren Risiken dieser Großversuche.

Von Antje Schregel und Felix Werdermann

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Künstliche Wolken und Vulkanausbrüche, riesige Spiegel im Weltall, die das Sonnenlicht reflektieren sollen, oder Eisensulfat, mit dem die Meere gedüngt werden – derartige Projekte, die dazu beitragen sollen, den Klimawandel in den Griff zu bekommen, sind unter der Bezeichnung »Geo-Engineering« bekannt. (mehr…)

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Escada ohne Pelz

Eigentlich wollten sie an diesem Wochenende demonstrieren. Doch dann ist das Modeunternehmen Escada den Pelzgegnern zuvor gekommen. Der Konzern erklärte, ab nächstem Jahr auf Pelze zu verzichten.

von Felix Werdermann

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Drei Jahre haben die Pelzgegner auf diesen Moment gewartet: Das Modeunternehmen Escada will die Verarbeitung von Pelzen beenden. Die Tierfreunde freuen sich über ihren »großen Erfolg«. Escada möchte in der Modekollektion, die ab Januar erhältlich ist, keinen Pelz mehr anbieten. Im Sommer hatte es bereits eine ähnliche Ankündigung gegeben, damals war aber nur von Zuchtpelz die Rede. Da in der damaligen Kollektion kein Pelz zu finden war, hatten die Tierschützer ihre Kampagne vorübergehend eingestellt – bis sie dann vor einem Monat feststellten, dass weiterhin bestimmte Pelzarten verkauft wurden, zum Beispiel von Kaninchen. (mehr…)

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Energiedemokratie statt Klimagerechtigkeit

Die Bewegung für Klimagerechtigkeit stößt an ihre Mobilisierungsgrenzen, meint Klimaaktivist Tadzio Müller. Er hofft daher auf eine neue Protestbewegung, die verschiedene Spektren vereint. Das mögliche gemeinsame Ziel: Mehr Energiedemokratie. Erste Mission: Den Castor stoppen.

Aus Berlin Felix Werdermann

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Tadzio Müller glaubt nicht mehr an eine große Bewegung für Klimagerechtigkeit. Der Klimaaktivst erzählt, lange Zeit habe er gedacht, das Konzept der Klimagerechtigkeit könne eine Klammer sein, um Umweltbewegte, Entwicklungsorganisationen und Globalisierungskritiker gemeinsam auf die Straße zu bringen. Auf einer Diskussionsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Mittwochabend in Berlin zieht er allerdings ein nüchternes Fazit: „Alle haben festgestellt: Es gibt eine Mobilisierungsobergrenze. Es kommen nicht so wahnsinnig viele.“ (mehr…)

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Klimaschutz anpacken

Bäume pflanzen, Fahrrad fahren, Solaröfen bauen – auf der ganzen Welt wollen Umweltaktivisten zeigen, wie Klimaschutz konkret aussieht. Unter dem Motto »Wir packen’s an« sind am Sonntag über 7000 Aktionen in über 180 Ländern geplant. Gleichzeitig soll die Politik aufgefordert werden, endlich die Erderwärmung effektiv zu bekämpfen.

von Felix Werdermann

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In Russland werden an 10 000 Schulen Bäume gepflanzt, in Frankreich errichten Bürgerinnen und Bürger ein Ökodorf, in Spanien findet ein Musikfestival statt, dessen Stromverbrauch von Fahrrädern gedeckt wird. In Japan fahren Sumo-Ringer mit dem Rad zur Arbeit, in Pakistan wird erklärt, wie Solaröfen gebaut werden und der Präsident der Malediven hat sich bereits eine Solaranlage auf sein Dach gesetzt. (mehr…)

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Selbstjustizvollzug

Politiker lassen prüfen, ob man Fotos und Autokennzeichen von Freiern online veröffentlichen soll. Doch die Gefahren von Internetprangern sind erwiesen, ihr Nutzen nicht

von Felix Werdermann

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Beleidigt, beworfen, bespuckt ­­– wer im Mittelalter am Pranger stand, musste sich einiges gefallen lassen. Das digitale Zeitalter kennt den Internetpranger. Eine klasse Idee finden das einige Lokalpolitiker in Berlin. Das Bezirksamt Schöneberg-Tempelhof soll prüfen, ob es möglich ist, Fotos oder Autokennzeichen von Freiern „auf einer öffentlichen Internetplattform für alle Interessierten zur Verfügung zu stellen“. (mehr…)

Energie für Rot-Rot-Grün

Atomausstieg, Klimagerechtigkeit, weniger Macht für die großen Stromkonzerne: Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei glauben, dass sich ihre Vorstellungen einer guten Energiepolitik stark ähneln. Im Detail könnte es dennoch die ein oder andere Meinungsverschiedenheit geben – zum Beispiel bei einem „Grundrecht auf Energie“.

Aus Berlin Felix Werdermann

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Ein Argument für den Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke hat der Grüne Sven Giegold doch noch gefunden: „Es gibt natürlich einen positiven Aspekt der Laufzeitverlängerung: Dass 2013 auf Bundesebene die Option Schwarz-Grün faktisch tot ist.“ Giegolds Kalkül: Für die Grünen sei in der Atomfrage keine Lösung denkbar, die hinter den von Rot-Grün ausgehandelten Atomkompromiss zurückfällt. Wenn Merkel nun aber den Reaktorbetreibern zusätzliche 8 bis 14 Jahre zugestehe, könne sie das nicht nach der nächsten Wahl rückgängig machen ohne ihr Gesicht zu verlieren. (mehr…)

Die „einzigen linken Energiequellen“

Nur der Übergang zu regenerativen Energien könne und werde zwangsläufig die Macht der großen Konzerne brechen, sagt Eurosolar-Präsident Hermann Scheer. „Die Energiequelle bestimmt das Energiesystem.“

von Felix Werdermann

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Der Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien wird nach Ansicht von Hermann Scheer die Strukturen in der Energiewirtschaft grundlegend ändern. Der Präsident von Eurosolar, einer europäischen Vereinigung für regenerative Energien, sagte am Donnerstagabend bei der Eröffnung eines Nachhaltigkeitskongress der Rosa-Luxemburg-Stiftung: „Das Energiesystem aufrechtzuhalten und nur die Energiequellen auszutauschen, das wird nicht gehen.“ (mehr…)