Solarstrom vom Unidach

Zwei Jahre warten die Studenten auf diesen Moment, jetzt endlich war es so weit: Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach von Haus 6 am Standort Golm wurde eingeweiht. An der Universität Potsdam wird künftig Strom aus Sonnenenergie erzeugt.

Aus Potsdam Felix Werdermann

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Es ist vor allem ein Erfolg für die Studentengruppe UniSolar. Sie hatte sich um Finanzierung und Umsetzung gekümmert. Das Geld kommt zum größten Teil von Studierenden und Mitarbeitern der Uni. 60.000 Euro sind durch private Darlehnen zusammengekommen, die verfasste Studierendenschaft schoss weitere 30.000 Euro dazu.

Das Solardach ist nach Angaben von UniSolar das „neben dem studentischen Kulturzentrum größte Projekt der Studierendenschaft, das jemals an der Universität Potsdam umgesetzt worden ist“. Die Anlage besteht aus 156 Photovoltaikmodulen, die zusammen eine Fläche von 200 Quadratmetern einnehmen. Pro Jahr soll sie mehr als 25.000 Kilowattstunden Strom liefern, das reicht für den Gesamtverbrauch von 20 bis 25 Personen.

Ursprünglich sollte der Strom in das Universitätsnetz eingespeist werden, nun gelangt er in das allgemeine Stromnetz. Aus Sicht von UniSolar ist das unverständlich: So müssten erst neue Leitungen gelegt werden, und die kosten Geld. Der Netzbetreiber sei aber nicht bereit gewesen, den Strom zu vergüten, der in das Uninetz geleitet wird, weil dann die eigene Software hätte angepasst werden müssen. Um die Einspeisevergütung so bald wie möglich zu erhalten, gebe es nun eine Einigung, sagt Simon Wohlfahrt von UniSolar. Der Netzbetreiber übernehme mehr als die Hälfte der Kosten für den zusätzlichen Hausanschluss. Zudem werde der Strom in den ersten Wochen noch in das Uninetz eingespeist und auch vergütet.

Nach der Installation der Photovoltaikanlage wollen die Mitglieder von UniSolar weiter aktiv sein, erklärt Wohlfahrt: „Nachdem die Bundesregierung mit der Laufzeitverlängerung drei Schritte rückwarts gemacht hat, hängt es nun an jedem Einzelnen, unser Energiesystem nachhaltig zu gestalten – deshalb wollen wir möglichst viele Menschen dazu bringen, zu einem echten Ökostromanbieter zu wechseln.“ Dazu wurde am Freitag gleich noch einmal gefeiert: Bei der studentischen „Wechselparty“.

Originalquelle: klimaretter.info

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