Netz, du hast die Zeit gestohlen!

Einige Thesen zu Risiken und Nebenwirkungen des permanenten Internetkonsums

zusammengestellt von Felix Werdermann auf Grundlage eines Vortrags von Timo Luthmann

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Frequently Asked Questions (FAQ)

1. Was hat es mit der „Aufmerksamkeitsökonomie“ auf sich?

Aufmerksamkeit ist heute eine der wichtigsten Ressourcen. Sie ist aber auch begrenzt, deshalb müssen wir mit ihr wirtschaften. Dies sollte möglichst bewusst geschehen.


2. Wodurch zeichnet sich die „neue Aufmerksamkeitsökonomie“ aus?

Wir sind ständig online, werden mit Informationen überflutet. Der „Steinzeitreflex“ sorgt trotzdem dafür, dass sich unser Körper für jede neue Information selbst belohnt. Multitasking wird immer wichtiger, obwohl sich unser Gehirn immer nur auf eine Sache konzentrieren kann. Weil die Gedanken sprunghaft wechseln, geht viel Zeit verloren.

3. Welche Nebenwirkungen haben „Social Media“?

Die Kontrolle der Aufmerksamkeit ist die neue Form von Herrschaft („Herrschaft 2.0“). Das Mitmachnetz lenkt unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte Dinge, ohne dass wir uns der dahinterstehenden Mechanismen bewusst sind. So sind manche Spiele wie Farmville unethische Zeitdiebe.


4. Wie kann eine „aufmerksamkeitsökonomische Selbstverteidigung“ aussehen?

Ein paar Tipps: Den Informationsfluss begrenzen, das Leben verlangsamen. Alte Vorstellungen können wir ruhig über Bord werfen – etwa, dass wir eine E-Mail innerhalb weniger Minuten beantworten müssen. Eine Sache nach der anderen erledigen und bevor etwas anderes zwischendurch ablenkt: Auf einen Zettel schreiben und später abarbeiten. Meditation und Entspannungsübungen können auch helfen.

5. Wo erhalte ich weitere Informationen?

Drei Bücher sind empfehlenswert: „Das Aufmerksamkeitsbuch“ von Halko Weiss, Michael E. Harrer und Thomas Dietz; „Hamlet’s BlackBerry“ von William Powers und „Focus“ von Leo Babauta. Wer bereits internetsüchtig ist, kann das letzte Buch auch im Internet kostenlos herunterladen: www.focusmanifesto.com

Originalquelle: freitag.de

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