Archiv für Juni 2011

Woher kommen die Teile meines Computers?

Computer haben ein Vorleben, doch davon wollen nur die wenigstens was wissen. Erst die Selbstmordserie bei dem High-Tech-Hersteller Foxxcon hat auch in den westlichen Industrienationen zu wichtigen Fragen geführt. Doch nicht nur die Verarbeitung der Computerteile ist problematisch sondern vor allem die Gewinnung der Rohstoffe.

Radio F.R.E.I. sprach mit dem Journalisten Felix Werdermann über die Herkunft der ganzen hübschen Computer in den Ladenregalen.

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Abstimmung ohne Atomlobby

Italien hat gegen Kernkraft gestimmt. Warum? In den vergangenen 20 Jahren blieben die Italiener von der Stimmungsmache der Reaktorbetreiber weitgehend verschont.

Von Felix Werdermann

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Mit einer überwältigenden Mehrheit von rund 95 Prozent haben die Italiener der Atomkraft eine Absage erteilt. Das Ergebnis der Volksabstimmung lässt sich aber nicht alleine als Schlappe für Ministerpräsident Berlusconi erklären. Der Ausgang des Referendums zeigt die Stimmung in einem Land, das seit 20 Jahren von der Atompropaganda der Reaktorbetreiber weitestgehend verschont geblieben ist. (mehr…)

Laufzeit der Bewegung

Der Atomausstieg scheint Sache von Regierung und Parteien. Aber was macht die Anti-AKW-Szene, wenn die „Energiewende“ besiegelt ist?

Von Felix Werdermann

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Ein Revival des 28. Februars 1981 wird es nicht geben. Damals haben 100.000 Menschen in Brokdorf gegen das Atomkraftwerk demonstriert, das später dann doch gebaut wurde. Jetzt mobilisiert die Anti-AKW-Bewegung wieder nach Brokdorf – zur Blockade der Zufahrtsstraßen zum Reaktor. Auch wenn diesmal mit Facebook und Youtube-Clip geworben wird: Hunderttausende wie damals werden es am Pfingstwochenende nicht werden.

Denn die Atomkraftgegner haben viel zu tun: Derzeit gehen sie im Wochentakt auf die Straße. Noch nie war die deutsche Anti-AKW-Bewegung so stark wie nach Fukushima. Doch der Höhenflug der Bewegung könnte bald ein unsanftes Ende nehmen – wenn der Bundestag den Atomausstieg beschließt und all die Demonstranten lieber zu Hause bleiben. (mehr…)

Das Auto als „Pumpspeicherwerk“

Start des Deutschen Elektro-Mobil Kongresses in Bonn: Ein zügiger Ausbau der erneuerbaren Energien könnte auch die Elektromobilität voranbringen – mit all ihren Folgen.

Von Felix Werdermann

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Eigentlich haben die deutschen Autobauer mit Fukushima recht wenig zu tun. Nun aber diskutiert das ganze Land über die Energiewende und das könnte dazu führen, dass bald mehr neue Fahrzeuge auf unseren Straßen rollen: Elektroautos. Im Mai hat die „Nationale Plattform Elektromobilität“ – an der hauptsächlich Industrievertreter mitwirken – den zweiten Bericht zur Zukunft des E-Autos an die Bundesregierung übergeben. Und die reagierte prompt mit einem Regierungsprogramm: Die Fördermittel bis zum Ende dieser Legislaturperiode wurden vom Kabinett Merkel verdoppelt. (mehr…)

Lexikon will Denkmal werden

„Wikipedia muss Weltkulturerbe werden“ – findet der deutsche Trägerverein des Lexikons und hat eine Petition gestartet. Muss es? Oder muss es vielleicht doch nicht?

Von Felix Werdermann

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Zwischen Kölner Dom und Berliner Museumsinsel ist noch viel Platz – zumindest auf der Liste der Weltkultur­erbestätten. Das hat sich wohl der deutsche Trägerverein des Internetlexikons Wikipedia gedacht, als er vor kurzem eine Petition gestartet hat: „Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!“ Auch Wikipedianer anderer Länder finden die Idee gut, bisher haben schon mehr als 13.000 Menschen unterschrieben. (mehr…)

Ein neuer Atomkonsens droht

Bitte nicht schon wieder: SPD und Grüne überlegen, einem halbherzigen Atomausstieg zuzustimmen. Damit würden sie nicht nur das zügige Ende der Atomkraft aufs Spiel setzen

Von Felix Werdermann

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Heute war der letzte große Tag der Regierung, jetzt blicken alle auf die Opposition: Wird sie dem schwarz-gelben Atomausstieg in der geplanten Form zustimmen? SPD und Grüne sind durchaus aufgeschlossen, Bundeskanzlerin Merkel wirbt seit Tagen um einen parteiübergreifenden Konsens. (Die Linkspartei wird in dem Zusammenhang immer verschwiegen, vielleicht weil sie so schnell wie keine andere Partei aussteigen will.) Doch eine Zustimmung zum Merkel-Ausstieg würde SPD und Grüne nicht nur Wähler kosten. Gleichzeitig setzen sie damit auch das zügige Ende der Atomkraftnutzung aufs Spiel. (mehr…)

Ehec-Erreger haben auf Gurken nichts zu suchen!

Die taz spricht aus, was alle denken, aber nie jemand gewagt hat auszusprechen: Ehec-Erreger haben auf Gurken nichts zu suchen!

Von Felix Werdermann

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Husch, husch, jetzt aber schnell weg! So etwas ähnliches möchte man dieser Tage den kleinen, zierlichen Ehec-Erregern zurufen, die sich auf einer der Spanien-Gurken verirrt haben. „Ehec-Erreger haben auf Gurken nichts zu suchen!“, schreibt die taz am Freitag in einem (ernst gemeinten) Kommentar. (mehr…)

Doch keine 10 Jahre Laufzeitgarantie

Nach Gesprächen mit Bundesländern will Bundeskanzlerin Merkel nun einen stufenweisen Ausstieg. Trotzdem soll es bei den von Rot-Grün festgelegten Reststrommengen bleiben. Wie das aufgeht? Unklar.

Von Felix Werdermann

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Der Druck hat gewirkt. Oder war es doch die Macht des besseren Arguments? Nachdem die Ausstiegspläne der schwarz-gelben Bundesregierung bekannt geworden waren, haben Umweltverbände vorgerechnet, dass die Regelung auf einen Hauckruck-Ausstieg in den Jahren 2021 und 2022 hinausläuft. Das hätte in zehn Jahren eine neue Diskussion heraufbeschworen, ob der Ausstieg zu schaffen sei.

Nun will die Bundesregierung doch ein stufenweises Abschalten der Atomkraftwerke. Das hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen zwar vorher schon beteuert, war dabei aber recht unkonkret geblieben. Jetzt hat Merkel den derzeitigen Diskussionsstand bekannt gegeben: Von den neun AKW, die noch laufen werden, soll jeweils eines in den Jahren 2015, 2017 und 2019 vom Netz gehen, drei Reaktoren werden 2021 abgeschaltet, die drei letzten ein Jahr später. (mehr…)

Der unkorrekte Computer

Den nachhaltigen PC gibt es nicht: Auf unseren Schreibtischen stehen Ergebnisse von Menschen- und Rohstoffausbeutung. Ein Überblick über Bauteile und Arbeitsbedingungen

Von Felix Werdermann

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Digital und virtuell: Das Internetzeitalter scheint sich von der materiellen Basis des Lebens entkoppelt zu haben. Alles spielt sich in einer künstlich erschaffenen Welt ab, riesige Datenmengen lassen sich problemlos vervielfältigen, die Weiten des Netzes kennen keine Grenzen. Doch in Wirklichkeit lebt nur ein geringer Teil der Menschheit in diesem digitalen Universum: Etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung haben keinen Internetzugang.

Und auch sonst ist in der digitalen Welt nicht alles Gold, was glänzt: Der Wohlstand der wenigen basiert auf rücksichtslosem Rohstoffverbrauch, Ausbeutung von Arbeitern und Wegwerfwirtschaft. Selbst in Zeiten, in denen man im Prinzip jeden Ort der Erde kennen könnte und die Welt zu einem „globalen Dorf“ zusammengeschrumpft ist, lassen sich die Probleme des Internet- und Computerkonsums verdrängen. (mehr…)

Der vertrackte Atomausstieg

Wie regelt man das Ende der Atomkraftnutzung am besten? Die unsichersten zuerst abschalten oder gleiche Jahreszahl für alle AKW? Selbst die Umweltverbände sind uneins

Von Felix Werdermann

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Manchmal hat man den Eindruck, es ist einfacher, einen Bauplan für ein neues Atomkraftwerk zu entwerfen als einen zufriedenstellenden Ausstiegsplan aus der Kernkraftnutzung. Tausende Wirtschaftslobbyisten wollen mitreden, Umweltorganisationen möchten gehört werden, die Anti-Atomkraft-Bewegung mobilisiert, in der Regierung fühlen sich Umwelt- und Wirtschaftsminister gleichzeitig zuständig. Hinzu kommen die Landesregierungen, die über den Bundesrat mitentscheiden, die Regierungsparteien und deren Fraktionen, eventuell soll auch noch die Opposition ins Boot geholt werden. All das kennt die Bundeskanzlerin.

Aber es gibt ein weiteres Problem: Wie lässt sich der Atomausstieg plausibel begründen, wie muss ein Gesetz aussehen, damit es vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand hat? Ansonsten droht die Regierung sich zu blamieren ­­– und die ganze Diskussion beginnt von vorne. (mehr…)