Archiv für März 2016

Mit Zahlen gegen Rassismus?

Die Justizminister von Bund und Ländern wollen politisch motivierte Straftaten statistisch besser erfassen. Doch der Plan hat seine Tücken

Von Felix Werdermann

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Flüchtlingsheime brennen und die Politik versucht, Stärke zu zeigen. Nun haben sich die Justizminister von Bund und Ländern zusammengesetzt. Unter anderem wollen sie politisch motivierte Kriminalität künftig statistisch besser erfassen, um Entwicklungen stärker sichtbar zu machen und dagegen vorzugehen. (mehr…)

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Bürger gegen Bomben

Die große Mehrheit der Deutschen will, dass die US-Atombomben aus Büchel verschwinden und Nuklearwaffen verboten werden. Was macht die Bundesregierung?

Von Felix Werdermann

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Die ganze Welt schaut beängstigt auf Nordkorea, wenn der dortige Machthaber Kim Jong Un seine Nuklearwaffen testet. „Öffentlich kaum Beachtung finden hingegen die anderen der weltweit mehr als 15.000 existierenden Atombomben“, sagt Inga Blum. Sie sitzt im Vorstand der deutschen Sektion von den Internationalen Ärzten zur Verhütung eines Atomkriegs, IPPNW. Mehr als 90 Prozent der Nuklearwaffen gehörten den USA oder Russland, erzählt sie. Rund 20 US-Atombomben seien auch in Deutschland stationiert: auf dem Gelände des rheinland-pfälzischen Fliegerhorsts in Büchel. (mehr…)

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Zu klein für eine Pilotin

Wer im Cockpit der Lufthansa sitzen will, muss mindestens 1,65 Meter groß sein. Ist das eine ungerechtfertigte Benachteiligung von Frauen?

Von Felix Werdermann

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Zum Traumjob fehlten ihr bloß 3,5 Zentimeter. Alina S. hatte sich für eine Ausbildung zur Pilotin beworben, die Lufthansa sagte ab – weil Alina S. zu klein war. Im Tarifvertrag ist eine Mindestgröße vorgeschrieben: 1,65 Meter. Alina S. sah darin eine mittelbare Diskriminierung von Frauen und klagte, bis vor das Bundesarbeitsgericht. Nun hat sie sich auf eine Einigung mit der Lufthansa eingelassen und bekommt 14.000 Euro. Das ist schade, denn so bleibt ungeklärt, ob es sich um eine Diskriminierung handelt. (mehr…)

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„Maulkorb für die WHO“

Die gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima werden von offizieller Seite verharmlost, sagt der Mediziner Alex Rosen. Die Atomkraft-Lobby sei zu stark

Interview: Felix Werdermann

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Erschüttert schaute die Welt auf die Katastrophe von Fukushima. Wie sicher sind unsere Atomkraftwerke wirklich? In Deutschland wurde ein neuer Ausstieg beschlossen. Andere Länder, etwa Japan, glauben an die Zukunft der Atomkraft. Sie haben wenig Interesse an Zahlen zu den Gesundheitsschäden durch die Reaktorkatastrophe – und sie setzen internationale Organisationen unter Druck.

der Freitag: Herr Rosen, Sie arbeiten für die atomkraftkritische Ärzteorganisation IPPNW und befassen sich mit den Folgen von Fukushima. Der Unfall ist nun genau fünf Jahre her. Aber wer wissen will, wie viele Menschen an der Strahlung erkrankt sind oder noch erkranken werden, findet keine offiziellen Zahlen. Warum? (mehr…)

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Anti-Atom-Bewegung im Stand-by-Modus

Trotz des dramatischen Vorfalls im AKW Fessenheim sind keine Massenproteste geplant. Doch die Bewegung ist immer noch stark – das zeigen die Demos nach Fukushima

Von Felix Werdermann

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Welch ein Horrorszenario: Der Atomreaktor lässt sich nicht mehr steuern. Offiziell war es nur ein kleiner Störfall im französischen Fessenheim nahe der deutschen Grenze. Nun aber hat sich herausgestellt, dass die Lage im April 2014 dramatischer war als bisher bekannt. Eine solche Situation hat es nach Expertenmeinung in Westeuropa noch nicht gegeben. Sind wir nur knapp an einem zweiten Tschernobyl vorbeigeschrammt? Für Atomkraftgegner müsste die Nachricht eigentlich eine Steilvorlage sein. Seit Jahren fordern sie die Abschaltung des Kraftwerks in Fessenheim, das älter ist als jedes deutsche AKW. Doch bundesweit organisierte Massenproteste sind auch jetzt nicht geplant. Die Anti-Atom-Bewegung befindet sich im Stand-by-Modus. (mehr…)

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Der Mainstream-Bonus

Der Wahlsieg von Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg stärkt den Realo-Flügel in der Partei. Die Linken sind ohnehin geschwächt

Von Felix Werdermann

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Vor fünf Jahren hätten Grünen-Politiker darüber gelacht, jetzt ist das Unmögliche möglich geworden: Winfried Kretschmann hat zum zweiten Mal die baden-württembergische Landtagswahl gewonnen. Dabei war schon sein erster Sieg überraschend gewesen – und in erster Linie dem damaligen Höhenflug seiner Partei zu verdanken, angefeuert durch die Diskussionen über den Tiefbahnhof „Stuttgart 21“ und die Atompolitik nach Fukushima. Es reichte knapp für eine grün-rote Mehrheit, erstmals bekam Deutschland mit Kretschmann einen grünen Ministerpräsidenten, ausgerechnet im konservativen Südwesten. Dass Kretschmann fünf Jahre später sein phänomenal gutes Wahlergebnis noch einmal verbessern und sogar an der CDU vorbeiziehen kann, hätte er damals wohl selbst nicht geglaubt. (mehr…)

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Kosten für die Ewigkeit

Die Endlagerung von Atommüll soll nur zum Teil von den Konzernen bezahlt werden, der Staat finanziert den Rest. Das ist eine gute Idee

Von Felix Werdermann

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Wenn das Endlager für Atommüll teurer wird als geplant, müssen die Steuerzahler dafür aufkommen und nicht die Verursacher des radioaktiven Abfalls. So wird es vermutlich demnächst in einem Gesetz stehen. Derzeit wird die Regelung hinter verschlossenen Türen ausgehandelt – zwischen einer Kommission, die das Wirtschaftsministerium eingesetzt hat, und den vier großen Energiekonzernen Eon, RWE, Vattenfall und EnBW.

Auf den ersten Blick sieht der Vorschlag hochgradig ungerecht aus, Linkspartei und Umweltschützer protestieren bereits. Doch bei genauerer Betrachtung ist die Idee gar nicht schlecht: Wenn die Konzerne aus der Finanzierung raus sind, werden sie auch keine Lobbyarbeit mehr betreiben gegen die Untersuchung weiterer Endlagerstandorte als Alternativen zu Gorleben. Dann könnte eine wirklich ergebnisoffene Suche endlich beginnen. Und das ist wesentlich mehr wert als ein paar Milliarden verschenkte Euro. (mehr…)

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Das wahre Problem von Volker Beck

Der Grünen-Politiker soll die Droge Crystal Meth genommen haben. Nun hat er mit öffentlicher Kritik zu kämpfen. Dabei ist ihm politisch und moralisch nichts vorzuwerfen

Von Felix Werdermann

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Deutschland ist in Aufruhr: Ein Grünen-Abgeordneter hat Drogen genommen. Skandal! Als ob es momentan keine drängenderen Probleme gäbe, über die es sich zu diskutieren lohnt. Volker Beck ist auch gleich von seinen Ämtern in der Bundestagsfraktion zurückgetreten, selbst Parteifreunde sprechen von „schwerem Fehlverhalten“. Die Vorgänge zeigen den Wahnsinn einer öffentlichen Erregung, die von einem konservativen Politikverständnis geprägt ist. (mehr…)

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„Als ob man selbst neben dem Schwein stünde“

Wie es in deutschen Tierställen wirklich zugeht, das zeigen neue 360-Grad-Videos der Organisation Animal Equality. Die Vorsitzende Ria Rehberg erläutert die Hintergründe

Von Felix Werdermann

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Der Freitag: Frau Rehberg, Ihre Organisation Animal Equality veröffentlicht heute mehrere 360-Grad-Videos über das Leben eines Schweines in der Massentierhaltung. Ein normaler Film wäre deutlich einfacher gewesen, warum haben Sie sich dagegen entschieden?

Wir haben uns gefragt: Wie können wir möglichst viele Menschen erreichen? Und wir glauben, dass viele Leute bei konventionellen Videos nicht mehr hinschauen. Unser Projekt iAnimal besteht aus einer interaktiven Website, auf der Videoaufnahmen aus Zucht-, Mast und Schlachtbetrieben zu sehen sind. Das Spannende ist, dass zum ersten Mal jeder Mensch die Möglichkeit hat, sich selbst in einem Tierbetrieb umzuschauen. (mehr…)

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