Archiv der Kategorie 'klimaretter.info'

Das Auto als „Pumpspeicherwerk“

Start des Deutschen Elektro-Mobil Kongresses in Bonn: Ein zügiger Ausbau der erneuerbaren Energien könnte auch die Elektromobilität voranbringen – mit all ihren Folgen.

Von Felix Werdermann

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Eigentlich haben die deutschen Autobauer mit Fukushima recht wenig zu tun. Nun aber diskutiert das ganze Land über die Energiewende und das könnte dazu führen, dass bald mehr neue Fahrzeuge auf unseren Straßen rollen: Elektroautos. Im Mai hat die „Nationale Plattform Elektromobilität“ – an der hauptsächlich Industrievertreter mitwirken – den zweiten Bericht zur Zukunft des E-Autos an die Bundesregierung übergeben. Und die reagierte prompt mit einem Regierungsprogramm: Die Fördermittel bis zum Ende dieser Legislaturperiode wurden vom Kabinett Merkel verdoppelt. (mehr…)

Die größten Anti-Atom-Demos aller Zeiten

Noch nie war die deutsche Anti-Atomkraft-Bewegung so stark wie jetzt. In den letzten Jahren gab es immer wieder Demonstrationen mit ungeahnt hohen Teilnahmezahlen. Die Aktionen der 70er- oder 80er-Jahre sind dagegen vergleichsweise klein gewesen. Eine Übersicht – ohne Garantie auf Vollständigkeit.

Von Felix Werdermann

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23. Februar 1975: Der Bauplatz des geplanten Atomkraftwerks Wyhl am Kaiserstuhl wird besetzt. Etwa 30.000 Menschen hatten zuvor gegen den Neubau demonstriert. Erst im November verlassen die Atomkraftgegner das Gelände wieder. Das Kraftwerk wird nie gebaut.

31. März 1979: In Hannover demonstrieren 100.000 Menschen gegen die Planungen, in Gorleben ein Atommülllager sowie eine Wiederaufarbeitungsanlage zu errichten. Eine Woche lang sind Bauern aus dem Wendland mit ihren Treckern in die Landeshauptstadt Niedersachsens gefahren. Währenddessen erreignete sich im US-Atomkraftwerk Three Miles Island die bis dahin größte Atomkatastrophe. Nach der Demonstration erklärt Niedersachsens Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) die geplante Wiederaufarbeitungsanlage für nicht durchsetzbar. (mehr…)

CCS um Kopf und Kragen

Brandenburgs Minister Ralf Christoffers spielt sich in Sachen CCS als Klimaschützer auf. Tatsächlich verfolgt er bloß seine eigenen Interessen.

Ein Kommentar von Felix Werdermann

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Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers hat sich am Freitag als Klimaschützer aufgespielt. Die „Risiken und Lasten zur Erfüllung der Klimaschutzverpflichtungen“ dürften „nicht allein von einzelnen Regionen getragen werden“, sagte er in der Bundesratsdebatte um die unterirdische Verpressung von Kohlendioxid (CCS). Auf gut deutsch: Auch die anderen Bundesländer sollen mit CCS das Klima schützen. In Wirklichkeit geht es Christoffers aber bloß um seinen eigenen Kopf und Kragen. (mehr…)

„Brandenburg ist abgeblitzt“

Als voraussichtlich einziges Bundesland wird in Brandenburg Kohlendioxid probeweise im Untergrund verpresst. Der Bundesrat stimmte für eine Klausel, mit der andere Länder die CO2-Speicherung verbieten wollen.

Aus Berlin Felix Werdermann

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Schon seit Jahren bastelt die Bundesregierung an einem Gesetz zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS). Die bisherigen Entwürfe scheiterten jedoch am Widerstand von Lokalpolitikern und Bundesländern. Dem neuesten Vorschlag stimmte der Bundesrat aber grundsätzlich zu. Demnach bleibt es auch bei der Klausel, die einzelnen Ländern ermöglichen soll, die CO2-Verpressung unter ihrem Landesgebiet auszuschließen. Ein Änderungsantrag von Brandenburg und Sachsen zur Streichung der Klausel fand in der Länderkammer am Freitag keine Mehrheit. (mehr…)

CCS-Länderklausel ohne Wert

Bundesländer können CO2-Endlager auf eigenem Territorium nicht grundsätzlich verbieten, geht aus einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags zum Entwurf des CCS-Gesetzes hervor. Die Landesregierungen stellt das vor neue Fragen. Morgen soll der Bundesrat entscheiden.

Von Felix Werdermann

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Einen Tag vor der Bundesratssitzung zum CCS-Gesetz wirft ein Gutachten vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags neue Fragen auf. Mit dem akteuellen Entwurf für das Gesetz zur Abscheidung und Ablagerung von Kohlendioxid (CCS) sollten Bundesländern die Möglichkeit haben, die unterirdische Verpressung des Klimagases auf eigenem Territorium zu verbieten – sofern sie es wünschen. Die entsprechende Klausel im Gesetzestext hält offenbar jedoch nicht, was sie verspricht. (mehr…)

Atomausstieg statt Subventionen

Würde umweltschädliches Verhalten nicht weiter subventioniert, hätte der Staat genug Geld für die Energiewende. Das Forum Ökologische-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) fordert ein Umsteuern von Milliardenbeträgen.

Aus Berlin Felix Werdermann

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Ein schnelles Ende der Atomenergie ist unbezahlbar? Keinesfalls, argumentiert eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), die am heuigen Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Umweltorganisation Greenpeace hatte das Institut beauftragt, herauszufinden, ob sich der Umbau der Energieerzeugung in Deutschland durch den Abbau umweltschädlicher Subventionen bezahlen ließe. (mehr…)

„AKW nicht umfassend geprüft“

Am Montag hat die Reaktorsicherheits-Kommission ihren Bericht an die Bundesregierung übergeben. Nun äußert Wolfgang Renneberg Kritik an dem AKW-Stresstest. Er war von 1998 bis 2009 Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und Entsorgung im Bundesumweltministerium. Heute arbeitet er im „Büro für Atomsicherheit“ in Bonn.

Interview von Felix Werdermann

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Herr Renneberg, als am Montag die Reaktorsicherheits-Kommission ihren Bericht an die Bundesregierung gegeben hat, haben die Umweltverbände unterschiedlich reagiert. Die einen halten die Ergebnisse für unbrauchbar, die anderen sehen in ihnen den Beleg, dass die ältesten Atomkraftwerke abgeschaltet werden müssen. Was stimmt denn nun?

Wolfgang Renneberg: Der als Stresstest angekündigte Check war keine umfassende Sicherheitsüberprüfung der Kraftwerke. Deswegen eignen sich die Ergebnisse nicht als Grundlage für eine gesellschaftspolitische Entscheidung über die Zukunft der Atompolitik. Gleichwohl bestätigen die Ergebnisse, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt.

Was genau wurde überprüft, und was nicht?

Ignoriert wurde etwa die Frage, ob die Sicherheitssysteme ausreichen, um einen Störfall zu beherrschen. Stattdessen wurde untersucht, ob nach einem unterstellten Ausfall der Sicherheitssysteme zusätzliche Möglichkeiten zum Schutz vorhanden sind. Das ist so, wie wenn Sie einem altersschwachen Flugzeug mit stotterndem Motor ein besonders gutes Zeugnis ausstellen, nur weil es einen Fallschirm an Bord hat. (mehr…)

Klima-Allianz: In Zukunft ohne Großkonzerne

Bei einer Energieversorung aus regenerativen Quellen seien große Energiekonzerne überflüssig, meint der Investorenberater Christoph Kuplent von Merrill Lynch. Auf dem „Alternativen Energiegipfel“ der Klimaallianz glaubt auch der CDU-Politiker Andreas Jung, dass von Energiewende vor allem kleine Unternehmen profitieren.

Von Felix Werdermann

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Über das Tempo wird gestritten, das Ziel aber ist klar: Die deutsche Politik möchte eine Stromversorgung mit einem möglichst hohem Anteil an erneuerbaren Energien. Das könnte kleinen Unternehmen mehr Vorteile bringen als großen Konzernen, meinen nun Experten. (mehr…)

Die Angst der Atomlobby

Politische Diskussionen entfallen bei der diesjährigen Jahrestagung des Deutschen Atomforums. Das zeigt: Die Atomlobbyisten haben Angst vor negativer Publicity in der Öffentlichkeit.

Ein Kommentar von Felix Werdermann

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Über politische Konsequenzen aus Fukushima möchten die Atomlobbyisten lieber nicht sprechen. Wenn sich das Deutsche Atomforum zu seiner Jahrestagung in Berlin versammelt, geht es in diesem Jahr nur um technische Aspekte. Offiziell erklärt der Dachverband der Nuklearindustrie dazu, „beim gegenwärtigen Entscheidungsstand der Politik“ würde in politischen Fragen „vieles im Bereich der Spekulation liegen“. Doch dieser Grund ist bloß vorgeschoben.

Natürlich ist die zukünftige Energiepolitik in der Bundesrepublik ungewiss – nach Fukushima gilt dies mehr denn je. Doch das ist das Wesen der Politik: Sie ist nicht vorhersehbar, sie kann sich jederzeit ändern. Und das ist auch gut so. Nicht auszudenken, wenn die Politik nicht auf Ereignisse wie in Fukushima reagieren würde! (mehr…)

Die vertuschte Katastrophe

Bis heute wird über die Zahl der Tschernobyl-Toten gestritten. Die offiziellen Angaben der Weltgesundheitsorganisation werden mit der Internationalen Atomenergiebehörde abgestimmt, einer Lobbyorganisation für die Atomkraft. Die Katastrophe zeigt außerdem, dass den Mächtigen ihr Ansehen wichtiger ist als die Gesundheit der Bevölkerung.

Aus Berlin Felix Werdermann

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Im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark gab es die ersten Zeichen: Die Geigerzähler knattern ohne Pause. Das sind die Geräte, mit denen Radioaktivität gemessen wird. Die Strahlung ist deutlich höher als normalerweise, und das auch noch einen Kilometer entfernt vom Reaktor. Der Kraftwerksleiter löst Alarm aus, die Bevölkerung wird über Rundfunk informiert. Doch die Gefahr kommt nicht aus dem Kraftwerk in Forsmark. Die Schweden merken an jenem Tag die Folgen einer Atomkatastrophe, wie es sie bis dahin noch nicht gegeben hat: In Tschernobyl, mehrere hundert Kilometer entfernt, war es zwei Tage vorher zum Super-GAU gekommen. (mehr…)