Tag-Archiv für 'arbeitsmarkt'

Der Staat ist der Verweigerer

Angeblich sollen Flüchtlinge besser in die deutsche Gesellschaft aufgenommen werden. In Wirklichkeit werden sie mit dem neuen Integrationsgesetz vor allem schikaniert

Von Felix Werdermann

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Ein Integrationsgesetz soll es sein. Angeblich geht es darum, Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft aufzunehmen. In Wirklichkeit aber werden sie vor allem schikaniert. In der vergangenen Woche wurde über den Gesetzentwurf erstmals im Bundestag diskutiert. Die Botschaft der Großen Koalition ist klar: Wir bringen die Flüchtlinge dazu, sich endlich zu integrieren! Der Unterton lautet: Die meisten wollen das nicht, daher müssen wir sie zwingen. Es ist ein Kniefall vor den Rechtspopulisten. (mehr…)

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„8,50 ist nicht so außerordentlich hoch“

In einigen EU-Staaten liegt der Mindestlohn über dem deutschen Niveau, sagt die Expertin Claudia Weinkopf. Auch der Bürokratie-Vorwurf lasse sich nicht halten

Interview: Felix Werdermann

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Der Freitag: Frau Weinkopf, seit rund drei Monaten gilt der gesetzliche Mindestlohn. Wie viele Unternehmen sind deshalb schon pleitegegangen oder mussten Beschäftigte entlassen?

Claudia Weinkopf: Im Moment gibt es erst wenige Zahlen zu den Auswirkungen. Von den viel beschworenen Beschäftigungseinbrüchen ist auf jeden Fall nichts zu sehen.

Hat Deutschland nun einen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen europäischen Staaten?

Nein, die Bundesrepublik steht ja nicht allein da. Jetzt haben 22 von 28 EU-Staaten einen gesetzlichen Mindestlohn. Und die wenigen Länder ohne Mindestlohn, vor allem in Skandinavien, haben eine deutlich höhere Tarifbindung als Deutschland. (mehr…)

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Versuch’s mal bei der Bank

Auf der Berufsmesse „Grüne Karriere“ werben Unternehmen mit umweltfreundlichen Jobs. Wem geht es wirklich um Überzeugung und wem nur um Grünfärberei?

Von Felix Werdermann

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Es sieht aus wie eine Ein-Mann-Demo. Klaus Siemon hat sein Rad mitgebracht, seinen Tisch mit den Solarzellen und jede Menge Buttons und Aufkleber mit der Anti-Atom-Sonne. Einen Button trägt er selbst an seiner Weste, die anderen verschenkt er, wenn er danach gefragt wird. Klaus Siemon passt nicht ganz in das Bild der Berufsmesse „Grüne Karriere“, die am Wochenende in Berlin stattfand. All die Menschen in Anzügen, mit Hemd und Krawatte.

Klaus Siemon sitzt an diesem Samstag lässig auf einem Hocker hinter seinem Stand. Normalerweise verkauft er Ökostrom, wirbt neue Kunden für die Hamburger Firma Lichtblick. Doch heute sucht der 52-Jährige neue Mitstreiter, andere Überzeugungstäter. „Wir brauchen Leute, die einfach engagiert sind“, sagt er. „Den Rest kann man lernen.“ Heißt: Wer Ökostrom verkaufen will, muss vor allem mit ganzem Herzen dabei sein. (mehr…)

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Was heißt hier arbeitslos?

Offiziell sind in Deutschland 2,9 Millionen Menschen ohne Job. In Wirklichkeit sind es aber deutlich mehr. Die Politik lässt die Zahlen schönrechnen

Von Felix Werdermann

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Jeden Monat ist es das gleiche Spiel: Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht die aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Deutschland, aber viele Menschen ohne Job tauchen in der Statistik gar nicht auf. Sie werden stattdessen als „unterbeschäftigt“ geführt. Im Juli 2013 waren offiziell 2,9 Millionen Menschen arbeitslos, das entspricht einer Quote von 6,8 Prozent. In Wirklichkeit waren jedoch beinahe 3,8 Millionen ohne Stelle (8,8 Prozent). Wie kann das sein? (mehr…)

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„Die Situation ist dramatisch“

Europas Jugendliche ohne Perspektive: Die Narben einer längeren Arbeitslosigkeit bleiben dauerhaft, sagt Alexander Herzog-Stein von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung

Von Felix Werdermann

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der Freitag: Herr Herzog-Stein, Sie sind Referatsleiter für Arbeitsmarktforschung am gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung. In den Zeitungen ist immer wieder zu lesen, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien bei über 50 Prozent liegt. Wenn man jedoch bedenkt, dass sich viele Jugendlichen in der Ausbildung befinden, schrumpft der Anteil der Jugendlichen, die eine Arbeit suchen, auf 20 bis 25 Prozent. Dramatisieren die Medien das Problem?
Alexander Herzog-Stein:
Nein. Man muss natürlich wissen, was eine Statistik aussagt. Die Arbeitslosenquote sagt klassisch: Wie viel Menschen ohne Stelle suchen eine Arbeit – gemessen an allen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Deswegen halte ich den Indikator auch für legitim. (mehr…)

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