Tag-Archiv für 'atomausstieg'

„Maulkorb für die WHO“

Die gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima werden von offizieller Seite verharmlost, sagt der Mediziner Alex Rosen. Die Atomkraft-Lobby sei zu stark

Interview: Felix Werdermann

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Erschüttert schaute die Welt auf die Katastrophe von Fukushima. Wie sicher sind unsere Atomkraftwerke wirklich? In Deutschland wurde ein neuer Ausstieg beschlossen. Andere Länder, etwa Japan, glauben an die Zukunft der Atomkraft. Sie haben wenig Interesse an Zahlen zu den Gesundheitsschäden durch die Reaktorkatastrophe – und sie setzen internationale Organisationen unter Druck.

der Freitag: Herr Rosen, Sie arbeiten für die atomkraftkritische Ärzteorganisation IPPNW und befassen sich mit den Folgen von Fukushima. Der Unfall ist nun genau fünf Jahre her. Aber wer wissen will, wie viele Menschen an der Strahlung erkrankt sind oder noch erkranken werden, findet keine offiziellen Zahlen. Warum? (mehr…)

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Anti-Atom-Bewegung im Stand-by-Modus

Trotz des dramatischen Vorfalls im AKW Fessenheim sind keine Massenproteste geplant. Doch die Bewegung ist immer noch stark – das zeigen die Demos nach Fukushima

Von Felix Werdermann

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Welch ein Horrorszenario: Der Atomreaktor lässt sich nicht mehr steuern. Offiziell war es nur ein kleiner Störfall im französischen Fessenheim nahe der deutschen Grenze. Nun aber hat sich herausgestellt, dass die Lage im April 2014 dramatischer war als bisher bekannt. Eine solche Situation hat es nach Expertenmeinung in Westeuropa noch nicht gegeben. Sind wir nur knapp an einem zweiten Tschernobyl vorbeigeschrammt? Für Atomkraftgegner müsste die Nachricht eigentlich eine Steilvorlage sein. Seit Jahren fordern sie die Abschaltung des Kraftwerks in Fessenheim, das älter ist als jedes deutsche AKW. Doch bundesweit organisierte Massenproteste sind auch jetzt nicht geplant. Die Anti-Atom-Bewegung befindet sich im Stand-by-Modus. (mehr…)

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Lieber aktiv als radioaktiv

Hubert Lutz hat schon vor 40 Jahren gegen den Reaktor in Grafenrheinfeld protestiert. Jetzt wird das AKW endlich abgeschaltet, doch bis zur grünen Wiese dauert es noch

Von Felix Werdermann

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Er war gerade 15 Jahre alt, da interessierte er sich bereits für das Atomkraftwerk, das damals noch nicht einmal genehmigt war. Hubert Lutz ging zu Veranstaltungen, zu Protestaktionen, zu Demonstrationen. „Mein Vater wollte es mir verbieten. Das hat aber nicht funktioniert.“ Seitdem hat ihn der Reaktor in Grafenrheinfeld nicht mehr losgelassen. Heute ist Lutz 58 Jahre alt, fast sein ganzes Leben lang hat er gegen das AKW gekämpft. Am Samstag wird der Reaktor nach mehr als 33 Betriebsjahren abgeschaltet. Als erster der neun deutschen Atomreaktoren, die nach der Katastrophe von Fukushima weiterlaufen durften – und als vermutlich einziger, der in dieser Legislaturperiode vom Netz geht. (mehr…)

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Der vergeigte Atomausstieg

Für das Abschalten von Reaktoren verlangt der Eon-Konzern nun Schadensersatz. Sollte er Erfolg haben, läge das nicht am Atomausstieg, sondern am Herumgeeiere der Politik

Von Felix Werdermann

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Den Steuerzahler könnte der Atomausstieg teuer zu stehen kommen. So sieht es auf den ersten Blick aus. Der Energiekonzern Eon verklagt jetzt den Staat auf Schadenersatz, weil direkt nach der Fukushima-Katastrophe das Abschalten der Reaktoren Unterweser und Isar 1 angeordnet wurde. Es geht um 380 Millionen Euro. Bei genauer Betrachtung wird aber nicht der Atomausstieg teuer, sondern das Herumgeeiere der Politik. (mehr…)

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Ja zur Bad Bank für Atomkonzerne

Der Steuerzahler soll die Kosten für den Strahlenmüll übernehmen. Regierung und Opposition sind empört, dabei hat der Vorschlag in Wirklichkeit viele Vorteile

Von Felix Werdermann

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Der Atomindustrie ist eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe gelungen: Sie hat es geschafft, Regierung und Opposition zu einen – in Empörung. Die Energiekonzerne Eon, RWE und EnBW wollen die Altlasten der Atomkraft auf die Steuerzahler abwälzen. Die Kosten für Stilllegung und Rückbau der Reaktoren sowie für die Endlagerung des strahlenden Mülls sollen in eine „Bad Bank“ ausgelagert und dem Bund übertragen werden.

Sofort rufen die Politiker: Das geht so nicht! Dabei lohnt es sich, über den Vorschlag nachzudenken. Denn so ließe sich ein schnellerer Atomausstieg durchsetzen, und die festgefahrene Endlagersuche könnte neuen Schwung bekommen – zur allgemeinen Zufriedenheit. (mehr…)

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Klar zur Wende

Warum ist der Strom so teuer? Ist der Atomausstieg unumkehrbar? Hier werden die acht wichtigsten Fragen zur Energiewende beantwortet

Von Felix Werdermann

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Warum wird der Strom durch die Energiewende teurer?

Wer ein Windrad oder eine Solaranlage betreibt, kann seinen Strom an den örtlichen Netzbetreiber verkaufen. Es gibt dabei eine Abnahmepflicht und feste Preise pro Kilowattstunde. Der Strom wird dann an die großen Übertragungsnetzbetreiber weitergegeben und von ihnen an der Börse verkauft. Weil der Erlös dort meist geringer ist als die staatlich garantierte Vergütung für den Anlagenbetreiber, entsteht ein Fehlbetrag. Dieser wird auf alle Stromverbraucher in Deutschland umgelegt. 2014 muss zum Beispiel ein Dreipersonenhaushalt ungefähr 18 Euro im Monat zahlen. Die Großindustrie bekommt Rabatte. (mehr…)

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Nachwehen des Atomausstiegs

Die Energiekonzerne verlangen Schadensersatz für das Abschalten ihrer Reaktoren. Der Fall Biblis zeigt: Die Politik hat beim Ausstieg schlampig gearbeitet

Von Felix Werdermann

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Wie teuer wird der Atomausstieg für den Steuerzahler? Die Energiekonzerne klagen auf Schadensersatz, nun bekommen sie Rückenwind durch eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Das hat entschieden, dass die Abschaltung des Atomkraftwerks Biblis direkt nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima rechtswidrig war. Ob der Betreiber RWE einen Anspruch auf Schadensersatz hat, ist damit zwar nicht gesagt. Aber es stellen sich einige Fragen: Hat der deutsche Atomausstieg vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand? Wer ist schuld, wenn die Energiekonzerne jetzt über den Rechtsweg Milliarden einfordern können? (mehr…)

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