Tag-Archiv für 'campact'

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Gemeinnützigkeit: Attac kriegt keine Steuervergünstigung, Pegida demnächst schon? Die aktuellen Regelungen sind zweifelhaft, doch die Politik traut sich nicht an eine Reform

Von Felix Werdermann

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Bekommt die rechte, ausländerfeindliche Pegida-Bewegung bald Unterstützung vom deutschen Staat? Die Organisatoren der montäglichen Demonstrationen in Dresden haben offenbar vor, für ihren Verein Gemeinnützigkeit zu beantragen. Spenden könnten dann von der Steuer abgezogen werden. Doch ob das Finanzamt das mitmacht, ist fraglich. Politische Tätigkeiten sind nämlich nicht steuerbegünstigt – das hat vor kurzem auch Attac am eigenen Leib erfahren.

Dem globalisierungskritischen Netzwerk wurde vom Frankfurter Finanzamt die Gemeinnützigkeit entzogen. Attac hat Einspruch eingelegt und will notfalls klagen. Gleichzeitig schmiedet die Organisation aber an einem Bündnis für ein neues Steuerrecht, das auch politischen Gruppen die Gemeinnützigkeit gewährt. Könnte Attac so ungewollt zur Gehilfin von Pegida werden? (mehr…)

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Der neue Anti-TTIP-Protest

Gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA formiert sich in Deutschland immer mehr Widerstand. Wird er zu einer Bewegung?

Von Felix Werdermann

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Wer am Wochenende zur Europawahl das Haus verlässt, findet womöglich einen Türhänger an der Klinke. „Wählen Sie die Katze im Sack?“, ist darauf zu lesen, weiß auf schwarz. Gedruckt wurden die Pappzettel vom Online-Netzwerk Campact. Sie sind Teil einer Kampagne gegen das Freihandelsabkommen TTIP, das derzeit zwischen EU und USA hinter verschlossenen Türen verhandelt wird, auch in dieser Woche wieder. Das transatlantische Vorhaben sei eine Gefahr für Umwelt-, Daten- und Verbraucherschutz, für Arbeitnehmerrechte und die Demokratie, wird auf den Zetteln gewarnt. Mit anderen Worten: eine Gefahr für alles, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

TTIP, das hört sich technisch an, zu kompliziert für den einfachen Bürger. Und doch ist das geplante Abkommen zu einem Kristallisationspunkt für eine neue Protestbewegung geworden. Die Dimensionen sind beeindruckend: 6,5 Millionen Türhänger hat Campact verschickt, an 24.000 Bürger. Mehr ging nicht, alle anderen Interessierten müssen sich die Vorlage aus dem Internet herunterladen und die Zettel selbst ausdrucken. Online haben schon fast 500.000 Menschen gegen TTIP unterschrieben. „Das sprengt alle bisherigen Kampagnen“, sagt Maritta Strasser von Campact. (mehr…)

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Die Mitmachmacht

Campact hat jetzt mehr als eine Million engagierte Bürger im E-Mail-Verteiler. Was macht Deutschlands größte Online-NGO so erfolgreich? Schadet sie den Protestbewegungen?

Von Felix Werdermann

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Die Zentrale des Online-Protests befindet sich irgendwo zwischen Bremen und Hannover. Am Stadtrand von Verden, einer 30.000-Einwohner-Stadt. Im Ökozentrum wurde einst Attac Deutschland gegründet, heute haben hier viele andere Vereine ihre Büros – auch die bundesweit größte Online-Kampagnen-Organisation Campact.

Vor fast zehn Jahren ging es mit vier Räumen los, heute sind es zwölf; für Campact wurde sogar ein neues Stockwerk auf das Gebäude gesetzt. Inzwischen arbeiten 25 Menschen für Campact, die meisten in Teilzeit. Aus einer kleinen Gruppe engagierter Idealisten ist in wenigen Jahren eine der mächtigsten NGOs geworden. Und sie wächst weiter und weiter. (mehr…)

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Don‘t frack Deutschland!

Zwei Drittel der Deutschen wollen ein Verbot der Gasfördermethode Fracking. Regierung und Koalitionspolitiker wollen die Technik trotzdem unbedingt erlauben. Warum?

Von Felix Werdermann


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Es gibt ein Argument, von dem man meinen müsste, es sei in der Demokratie beinahe unbestechlich. Das Volk will es so. Erstaunlicherweise schauen die Politiker regelmäßig auf die Meinungswerte ihrer Partei, lassen sich von Umfragen zu Sachthemen jedoch scheinbar nicht beeinflussen. Etwa beim Fracking.

Das Online-Netzwerk Campact hat beim Meinungsforschungsinstitut Emnid ermitteln lassen, was die Bundesbürger von der umstrittenen Gasfördermethode halten. Und siehe da: Zwei Drittel wollen ein Verbot in Deutschland. Es sind also nicht nur die Bürgerinitiativen vor Ort, die sich gegen Fracking wehren, auch im Rest der Bevölkerung herrscht ein großes Misstrauen. Zu unsicher, ob das Trinkwasser gefährdet wird durch das Verpressen giftiger Chemikalien in den Untergrund. (mehr…)

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