Tag-Archiv für 'endlager'

Weg mit dem Dreck

Die Grundlagen für die Suche nach dem Endlager sind gelegt. Aber vieles ist offen geblieben. Wie geht es weiter?

Von Felix Werdermann

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Es ist eine Mammutaufgabe: Für mindestens eine Million Jahre soll der hochradioaktive Atommüll sicher verwahrt werden. Wie kann die Suche nach dem besten Standort gelingen? Damit hat sich die vom Bundestag eingesetzte Endlagerkommission beschäftigt, inzwischen liegt ihr fast 700 Seiten dicker Abschlussbericht vor. Eines der Ziele war, eine „breite Zustimmung in der Gesellschaft für das empfohlene Auswahlverfahren“ zu gewinnen. Zumindest in diesem Punkt ist die Kommission gescheitert. (mehr…)

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Schwieriger Neuanfang

Die Endlagerkommission legt ihren Bericht vor, der Standort Gorleben bleibt umstritten

Von Felix Werdermann

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Die Kommission zur Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe konnte nur scheitern. Es war absehbar, dass sich die Mitglieder nicht auf einen gemeinsamen Abschlussbericht einigen können, wenn in dem Gremium neben Wissenschaftlern auch die Umweltverbände und die Industrie sowie Politiker von links bis rechts vertreten sind. Nun, nach zwei Jahren mühseliger Kleinstarbeit, liegen die Empfehlungen für die Endlagersuche vor, aufgeschrieben auf fast 700 Seiten, beschlossen von der Mehrheit, nicht im Konsens. Dazu gibt es mehrere Sondervoten. (mehr…)

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Der vergeigte Atomausstieg

Für das Abschalten von Reaktoren verlangt der Eon-Konzern nun Schadensersatz. Sollte er Erfolg haben, läge das nicht am Atomausstieg, sondern am Herumgeeiere der Politik

Von Felix Werdermann

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Den Steuerzahler könnte der Atomausstieg teuer zu stehen kommen. So sieht es auf den ersten Blick aus. Der Energiekonzern Eon verklagt jetzt den Staat auf Schadenersatz, weil direkt nach der Fukushima-Katastrophe das Abschalten der Reaktoren Unterweser und Isar 1 angeordnet wurde. Es geht um 380 Millionen Euro. Bei genauer Betrachtung wird aber nicht der Atomausstieg teuer, sondern das Herumgeeiere der Politik. (mehr…)

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Ja zur Bad Bank für Atomkonzerne

Der Steuerzahler soll die Kosten für den Strahlenmüll übernehmen. Regierung und Opposition sind empört, dabei hat der Vorschlag in Wirklichkeit viele Vorteile

Von Felix Werdermann

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Der Atomindustrie ist eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe gelungen: Sie hat es geschafft, Regierung und Opposition zu einen – in Empörung. Die Energiekonzerne Eon, RWE und EnBW wollen die Altlasten der Atomkraft auf die Steuerzahler abwälzen. Die Kosten für Stilllegung und Rückbau der Reaktoren sowie für die Endlagerung des strahlenden Mülls sollen in eine „Bad Bank“ ausgelagert und dem Bund übertragen werden.

Sofort rufen die Politiker: Das geht so nicht! Dabei lohnt es sich, über den Vorschlag nachzudenken. Denn so ließe sich ein schnellerer Atomausstieg durchsetzen, und die festgefahrene Endlagersuche könnte neuen Schwung bekommen – zur allgemeinen Zufriedenheit. (mehr…)

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Endlager-Farce 2.0

Die Umweltverbände boykottieren die neue Endlager-Kommission. Damit wird die Arbeit des Gremiums zu einer Alibi-Veranstaltung, die keinen Konsens bringt. Wer ist schuld?

Von Felix Werdermann

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Wie oft haben sich die Politiker damit gebrüstet, dass bei der neuen Suche nach einem Endlager für Atommüll alle Gesellschaftsteile einbezogen werden. Und nun das: Heute soll die Atommüll-Kommission eingesetzt werden und es zeichnet sich ab: Die Umweltverbände boykottieren! Allen Beteiligten ist klar, dass die Kommission so zur Farce werden muss. Zu einer Alibiveranstaltung, um den Gesetzesauftrag zu erfüllen. Eigentlich soll das Gremium Leitlinien zur Endlagersuche diskutieren und einen Konsens finden. Letzteres ist ohne Umweltschützer aber ausgeschlossen. Fragt sich nur: Wer ist schuld daran? (mehr…)

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Die Comeback-Frau

Die CDU-Politikerin Ursula Heinen-Esser hat das Endlagersuchgesetz erarbeitet. Jetzt soll sie als Vorsitzende der Atommüll-Kommission ihr Gesetz auch evaluieren. Kann sie da unabhängig sein?

Von Felix Werdermann

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Ihre politische Karriere hatte sie schon an den Nagel gehängt, doch nun könnte sie zur Hoffnungsträgerin bei einem der größten Menschheitsprobleme werden: Bei der Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Atommüll. Ursula Heinen-Esser ist CDU-Politikerin, saß 15 Jahre lang im Bundestag, dann trat sie nicht mehr an, um sich mehr um ihre Familie in Köln kümmern zu können.

Doch jetzt wird die 48-Jährige womöglich doch noch von der Berliner Politik zurückbeordert. Sie ist derzeit die Wunschkandidatin der großen Koalition für den Vorsitz der Endlager-Kommission, die über das weitere Vorgehen bei der Suche beraten soll. Bei den Atomkraftgegnern im Wendland dagegen ist Heinen-Esser verhasst. (mehr…)

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Aus den Augen, aus dem Sinn

Für Atommüll-Lagerung gilt die Ewigkeit als Maßstab. Aber wie macht man auf dieser verlässliche Politik? Selbst die Parteien haben zu wesentlichen Fragen keine klare Position

Von Felix Werdermann

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Ein Positionspapier stellt man sich eigentlich anders vor: eine klare Forderung, dazu eine Reihe an Argumenten zur Unterstützung der eigenen Position. Wenn sich die Grünen zur bestmöglichen Aufbewahrung von Atommüll positionieren, sieht das anders aus: „Alle vorstellbaren Varianten der Endlagerung haben Vor- und Nachteile“, heißt es in dem Papier. Seitenlang werden sowohl Argumente als auch Gegenargumente genannt. Es geht um die Frage: Sollten wir den Strahlenmüll verbuddeln und die Zugänge sicher verschließen, oder sollten wir die Abfälle zurückholen können, etwa bei neuen Erkenntnissen über eine (un)sichere Aufbewahrung?

Die Frage sprengt unser Vorstellungsvermögen. Es geht um eine Million Jahre, um eine Menschheitsaufgabe, die unmöglich zu lösen scheint. Und wir müssen uns für einen Umgang mit dem Strahlenmüll entscheiden, irgendwann. Aber wann? Jetzt direkt – oder warten wir ab? (mehr…)

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Realsatire im Untersuchungsausschuss

Union und FDP finden die Entscheidung für Gorleben-Erkundung „beispielhaft und fortschrittlich“, die Opposition spricht von Willkür. Was heißt das für die Endlagersuche?

Von Felix Werdermann


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Ist der Endlagerstandort Gorleben das „Ergebnis politischer, willkürlicher Entscheidung“? Oder war die Entscheidung für die Erkundung des Salzstocks „aus heutiger Sicht geradezu beispielhaft und fortschrittlich“? Im Untersuchungsausschuss des Bundestags könnten die Meinungen verschiedener nicht sein. Am heutigen Donnerstag werden die Abschlussberichte von Koalition und Opposition beschlossen. Aber das Thema Gorleben ist damit noch lange nicht abgehakt.

Die Show im Untersuchungsausschuss ist ein Vorgeschmack, was uns in rund zweieinhalb Jahren erwartet, wenn wieder über die Endlagersuche gestritten wird. Erst vor wenigen Tagen haben sich Union, FPD, SPD und Grüne auf ein neues Endlagersuchgesetz verständigt und das gleich als „Durchbruch“ gefeiert. Doch wie lange kann dieser Frieden dauern, wenn im Gorleben-Ausschuss die Fetzen fliegen? Wenn nicht nur die Bewertung der bisherigen Endlagersuche unterschiedlich ausfällt, sondern es die Fraktionen nicht einmal schaffen, gemeinsam die wichtigsten Fakten festzuhalten? (mehr…)

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Am Zwist vorbeigemogelt

Der Kompromiss über Parteigrenzen hinweg soll den Endlagerkonflikt lösen. Doch das ist illusorisch, denn die Einigung erfolgte nur aus parteitaktischen Motiven

Von Felix Werdermann

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Große Probleme erfordern offenbar große Worte: Bundesumweltminister Peter Altmaier von der CDU spricht von einem „Durchbruch“ in der Diskussion über ein Atommüll-Endlager, der SPD-Chef und frühere Umweltminister Sigmar Gabriel gar von einer „historischen Entscheidung“. Nach monatelangen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern haben sich hochrangige Politiker von Union, FDP, SPD und Grünen jetzt auf einen Kompromiss zur Endlagersuche geeinigt. Transparent und vor allem ergebnisoffen soll die Suche sein, noch vor der Sommerpause soll der Bundestag ein Gesetz beschließen. Altmaier schwärmt bereits: „Damit werden wir jetzt auch den seit Jahrzehnten bestehenden Konflikt um ein atomares Endlager beenden.“

Doch diese Jubelmeldung hat mehr mit dem Erfolgsmarketing eines Umweltministers im Wahlkampf zu tun als mit der Realität. Denn die Endlagerfrage ist keinesfalls gelöst. Die Suche beginnt neu, das alte Problem aber besteht weiterhin: Der Salzstock im niedersächsischen Gorleben bleibt als Standort im Rennen. Dabei wird dadurch eine ergebnisoffene Suche erheblich erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht. Schließlich wurden für die Untersuchung Gorlebens bereits 1,6 Milliarden Euro ausgegeben, die AKW-Betreiber werden darum weiter darauf drängen, möglichst wenig Geld für die Erkundung anderer Standorte zu zahlen. (mehr…)

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