Tag-Archiv für 'kohle'

Ein sauberes Geschäft

Umweltschützer wollen Banken und Investoren auf Öko-Kurs zwingen und so Kohlekonzernen das Kapital entziehen. Kann das gelingen?

Von Felix Werdermann

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Es ist eine Krötenwanderung der besonderen Art, zu der die Umweltorganisation „Urgewald“ aufruft. Die Kröten, das Geld umweltbewusster Bürger, sollen künftig ethischen und ökologischen Kriterien folgen – und nicht mehr dem Profit. Konkret heißt das, gegebenenfalls die Bank zu wechseln. Atom- und Kohleindustrie würde so der Geldhahn zugedreht. Im ökologischen Bankerslang heißt das Divestment, also Rückzug von Geld aus Unternehmen. (mehr…)

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Polizei gegen Protest und Presse

Bei der Besetzung des Braunkohletagebaus im Rheinland arbeitet die Polizei mit dem RWE-Konzern zusammen – und geht gegen Klimaaktivisten, aber auch gegen Journalisten vor

Von Felix Werdermann

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Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn es nun die Polizei aber extra betont, sagt das auch etwas aus: „Die Polizei ist weder Verbündeter von Energiekonzernen, noch Feind von friedlichen Versammlungsteilnehmern.“ Und: „Medienvertreter wurden nicht an der Ausübung der Pressefreiheit behindert.“ Vor wenigen Tagen hatten Klimaaktivisten mehrere Bagger im Braunkohletagebau Garzweiler bei Mönchengladbach blockiert, unter dem Motto „Ende Gelände“. Die Polizei machte offenbar gemeinsame Sache mit dem Energiekonzern RWE – und sie verwies Journalisten vom Gelände. (mehr…)

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„Nicht mehr an die Regierenden appellieren“

Beim UN-Klimagipfel im Dezember wird nichts Brauchbares herauskommen, prognostiziert die Umweltaktivistin Melanie Schubert. Trotzdem mobilisiert die Klimabewegung nach Paris

Interview: Felix Werdermann

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Der Freitag: Frau Schubert, Sie sind Klimaschützerin und engagieren sich in der Gruppe AusgeCO2hlt. Im Dezember soll in Paris ein neues Klimaabkommen beschlossen werden, dieses Jahr ist also ein Schicksalsjahr für die zukünftige Klimapolitik weltweit.

Melanie Schubert: Nicht ganz. Die Diplomaten werden auf der UN-Konferenz nicht die notwendigen Entscheidungen treffen, um die Erderwärmung aufzuhalten oder auch nur einzudämmen. Das müssen wir Aktivisten selber machen. Deswegen wird 2016 mindestens genauso spannend wie 2015. (mehr…)

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Ein laues Lüftchen

Die Große Koalition hält an der Kohle fest und verspielt Deutschlands Rolle als Vorreiter beim Klimaschutz. Das wird sich vor allem auf internationaler Ebene rächen

Von Felix Werdermann

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Vor einigen Tagen platzte Sigmar Gabriel der Kragen. Greenpeace betreibe „blauäugigen Ökopopulismus“, sagte der SPD-Wirtschaftsminister, als die Umweltschützer gegen seine Politik protestierten. „Man kann nicht gleichzeitig aus Atom und Kohle aussteigen – jedenfalls nicht, wenn man wirtschaftlich irgendwie überleben will.“ Wochenlang tobte in Deutschland der Kampf um die Zukunft der Kohle. Dann beschloss die Regierung ihren Aktionsplan Klimaschutz, damit sie sich auf der Klimakonferenz in Peru als Vorreiterin darstellen konnte. Es ist die wohl wichtigste klimapolitische Entscheidung in dieser Legislaturperiode – und Sigmar Gabriel hat sie vermasselt. (mehr…)

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Kohle für die Kunst

Umweltaktivisten stürmen eine Kunstausstellung der Berlinischen Galerie. Der Grund: Sie wird vom Energiekonzern Vattenfall finanziert. Den Protest soll niemand sehen

Von Felix Werdermann

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Fotografieren verboten – bei der Ausstellungseröffnung. Die Berlinische Galerie wünscht offenbar keine Öffentlichkeit. Zumindest keine solche. Wer die Kohlebriketts in der Eingangshalle fotografiert, wird von einem Security-Mitarbeiter in Anzug freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen: Das ist nicht erwünscht.

Dabei sind einige Pressefotografen anwesend, dazu hunderte Gäste. An diesem Donnerstagabend wird die Ausstellung „Drehmoment“ in Anwesenheit der Berliner Künstlerin Katja Strunz eröffnet, es gibt Sekt und Brezeln. Eine Handvoll Gäste aber ist aus einem anderen Grund gekommen. Sie wollen gegen die Kohle demonstrieren, die Kohle vom Energiekonzern Vattenfall. (mehr…)

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