Tag-Archiv für 'medien'

Das Windrad als Tötungsmaschine?

In der neuesten Tatort-Folge protestieren Naturschützer gegen einen Windpark auf See. Angeblich werden hunderte Vögel durch die riesigen Rotorblätter getötet. Stimmt das?

Von Felix Werdermann

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Manchmal sind die Guten kaum zu erkennen. Ein Unternehmer will in der Nordsee einen riesigen Windpark errichten, verspricht Arbeitsplätze und grünen Strom. Eine Gruppe aus Naturschützern will das verhindern und veröffentlicht ein heimlich gedrehtes Video mit Vögeln, die von den Rotorblättern erschlagen werden. Die aktuelle Tatort-Folge (noch eine Woche lang in der ARD-Mediathek zu sehen) dreht sich um genau diesen Konflikt, über den man sonst wenig hört. Ökos gegen Ökos.

Aber was ist dran an den Vorwürfen, die von den Umweltschützern im Krimi erhoben werden? (mehr…)

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„Wir brauchen einen linken Journalismus“

In zwei Wochen beginnt die Linke Medienakademie. Organisatorin Susanne Götze erklärt, was den Kongress so besonders macht und was im Medienbetrieb falsch läuft

Interview: Felix Werdermann


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Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren, in rund zwei Wochen ist es so weit: Am 23. März startet die Linke Medienakademie, kurz LiMA. Wie schon in den vergangenen Jahren werden hunderte Journalisten und Aktivisten nach Berlin kommen, um sich fortzubilden, sich zu vernetzen und über die Trends im Mediensektor zu diskutieren. Susanne Götze ist im Organisationsteam der LiMA und Geschäftsführerin des Trägervereins. (mehr…)

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Die Lokführer-Schelte der Journalisten

Die Leser sind Bahnkunden und deswegen gegen den Streik – so denken einige Redakteure und schreiben die GDL in Grund und Boden. Doch diese Sichtweise ist verkürzt

Von Felix Werdermann

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Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte. Das hat Karl Marx einmal geschrieben. Aber was ist, wenn die Lokomotiven nicht vom Fleck kommen? Dann gilt das in Deutschland schon als Revolution. Obwohl solche Streiks im Ausland gang und gäbe sind. Seit dem gestrigen Donnerstag legen die Lokführer auch den Personenverkehr teilweise lahm. Ihr Gewerkschaftschef Claus Weselsky ist mittlerweile zum Buhmann der Nation avanciert. Aber warum wird die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, GDL, in der medialen Öffentlichkeit eigentlich ständig gescholten? (mehr…)

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Der gläserne Journalist

Zwei „Zeit“-Journalisten klagen gegen das ZDF, welches ihre Nähe zu Lobbygruppen aufzeigte. Es stellt sich die Frage: Wie viel Transparenz brauchen die Medien?

Von Felix Werdermann

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Satire darf alles, Kabarett offenbar nicht. Derzeit stehen die Macher der ZDF-Sendung Die Anstalt vor Gericht. Es klagen zwei Zeit-Journalisten, Josef Joffe und Jochen Bittner. Ihre Namen wurden in einer Folge der Anstalt in Zusammenhang gebracht mit verschiedenen Lobbygruppen für pro-westliche Sicherheitspolitik. Verhandelt wurde nun vor Gericht, wer wo „Mitglied“ war oder ist und was man als „Organisation“ bezeichnen darf. Es sind spitzfindige Details, die für das Gewissen der klagenden Journalisten bedeutend sein mögen. Für den eigentlichen Skandal, der in der Sendung aufgezeigt wurde, ist das aber irrelevant: die Nähe von Journalisten zu Lobbyisten. (mehr…)

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Die Drei-Prozent-Hürde bei ARD und ZDF

Die kleinen Parteien können bei der Europawahl ins Brüsseler Parlament einziehen, trotzdem sind sie als „Sonstige“ in den Wahlumfragen unsichtbar. Müssen die Sender ihre Praxis ändern?

Von Felix Werdermann

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Der Hohn war groß, als die FDP vor zweieinhalb Jahren so tief in den Umfragekeller gerutscht war, dass sie zu den „sonstigen“ Parteien gezählt wurde. Wer weniger als drei Prozent bekommt, wird von den Meinungsforschungsinstituten nicht einzeln ausgewiesen. Das ist nun ein Problem: Bei der Europawahl können erstmals auch Parteien mit weniger als einem Prozent den Einzug ins Parlament schaffen. In den Umfragen aber, in Fernsehen und Zeitungen, sind sie unsichtbar. Drei Viertel der Bevölkerung nehmen die Berichterstattung über die Umfragen wahr. Werden die kleinen Parteien also benachteiligt? (mehr…)

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Warum der Kapuzenpulli?

Der Kapuzenpulli ist durch Stefan Plöchinger zum Protestsymbol geworden – gegen die Überheblichkeit der Print-Journalisten. Was sagt das über dieses Kleidungsstück?

Von Felix Werdermann

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Die Grabenkämpfe zwischen Print- und Onlinejournalismus nehmen inzwischen absurde Formen an. Mittendrin ist Stefan Plöchinger, derzeit Online-Chef der Süddeutschen Zeitung, bald steigt er womöglich in die Chefredaktion auf. Einige leitende Print-Redakteure wollen das verhindern, die Personalie wird zum Thema in der Zeit, danach berichten andere Medien ebenfalls. Nun gibt es eine Solidarisierungswelle mit Plöchinger, dem „Kapuzenpulliträger“. Auf Twitter hat sich der Kapuzenpulli als Schlagwort schon etabliert.

Aber was hat der Konflikt mit einem Kapuzenpulli zu tun? Warum ist dieses Kleidungsstück innerhalb weniger Stunden zum Symbol des Onlinejournalismus geworden? (mehr…)

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Dürfen Männer ausgeschlossen werden?

Die „taz“ suchte eine Frau mit Migrationsgeschichte, ein Mann fühlte sich diskriminiert und klagt. Verstößt die Stellenausschreibung gegen das Gleichbehandlungsgesetz?

Von Felix Werdermann

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Als die taz die Ausbildungsstelle ausschrieb, ahnte wohl niemand, welchen Ärger das geben würde. „Manchmal ist nicht nur wichtig, was geschrieben wird. Sondern auch, wer schreibt“, hieß es in der Ausschreibung der linken Tageszeitung. Gesucht wurde daher eine „Frau mit Migrationsgeschichte“. Prompt fühlte sich ein gebürtiger Ukrainer diskriminiert – als Mann. Jetzt wird der Streit vor Gericht ausgetragen. Und auch für andere Unternehmen stellen sich nun Fragen: Dürfen sie auf eigene Faust eine Frauenquote einführen? Ist positive Diskriminierung zulässig? (mehr…)

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„Keine vollkommen neutrale Weiterbildung“

In wenigen Tagen beginnt die Linke Medienakademie. Warum es Streit gab und was sich nun ändern wird, verrät Organisator Tilo Hejhal

Interview: Felix Werdermann

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der Freitag: Herr Hejhal, Sie organisieren die Linke Medienakademie, den deutschlandweit größten Kongress für linke Medienmacher. In knapp zwei Wochen geht es los, Sie rechnen mit 600 Teilnehmern. Warum wird die Akademie kleiner als im vergangenen Jahr?

Tilo Hejhal: Wir wollen uns nicht verzetteln. Die Qualität macht’s, nicht die Masse. Wir konzentrieren uns daher auf die Veranstaltungen mit besonders hoher Nachfrage. Außerdem wollten wir sicherstellen, dass der Verein jetzt ganz neu durchstarten kann. (mehr…)

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Was in der Lanz-Petition fehlt

Zehntausende Bürger unterschreiben gegen den ZDF-Moderator Markus Lanz. Die Petition trifft aber nicht den Kern des Problems: die Linksparteiphobie deutscher Journalisten

Von Felix Werdermann

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Eine Welle der Empörung schwappt durch Deutschland: Mehr als 170.000 Menschen haben mittlerweile gegen den ZDF-Fernsehmoderator Markus Lanz unterschrieben. Man muss sich die Dimension verdeutlichen: Als Susanne Wiest vor wenigen Jahren eine Bundestags-Petition für ein bedingungsloses Grundeinkommen startete, unterschrieben 52.000 Menschen – damals war das ein Riesen-Erfolg und ging durch alle Medien.

Nun also ist Markus Lanz der Buhmann der Nation. Und warum? Weil er die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht unhöflich behandelt hat. Man könnte auch sagen: Er hat sich unglaublich daneben benommen.

Trotzdem trifft die Petition nicht den Kern des Problems: die Linksparteiphobie der meisten deutschen Journalisten. (mehr…)

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Suche Journalisten, biete Gratis-Luxusreise

Viele Journalisten lassen sich gerne von Konzernen zu Pressereisen einladen und schreiben Jubelartikel. Die Leser erfahren davon meist nichts. Muss der Staat eingreifen?

Von Felix Werdermann

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Sind Journalisten käuflich? Der Stahl-Konzern ThyssenKrupp hat sie jahrelang zu Luxusreisen eingeladen: Flüge in der ersten Klasse, Übernachtungen im Fünf-Sterne-Hotel, mehrtägige Safaris. Manch eine Reise soll 15.000 Euro pro Person gekostet haben, alles allein gezahlt von ThyssenKrupp.

Als die Welt darüber berichtete, führte das zu einem kleinen Skandal. Nun, etwa ein Jahr später, gab es eine kleine Premiere: Erstmals veranstalteten der Deutsche Presserat und der Deutsche Rat für Public Relations eine gemeinsame Diskussion – zu Praxis und Problemen von Pressereisen. Nur: Geändert hat sich seit der ThyssenKrupp-Affäre fast nichts. Noch immer ist es gang und gäbe – vor allem im Wirtschafts-, Auto- und Reisejournalismus –, dass sich Journalisten von Unternehmen und Verbänden einladen lassen und anschließend wohlwollend berichten. (mehr…)

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