Tag-Archiv für 'rezension'

Von der Utopie zur Expertokratie

Im Buch „Homo rapiens rapiens“ plädiert Helder Yurén für eine Welt ohne Herrschaft. Doch seine Zukunftsvision könnte unschöne Nebenwirkungen haben

Eine Rezension von Felix Werdermann

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In der Freitag-Community gibt es einen Autor, der regelmäßig durch interessante Beiträge auffällt, die allerdings nie in den Community-Empfehlungen auftauchen. Das hat einen einfachen Grund: Die Texte sind fast durchgängig in Kleinbuchstaben verfasst – was die Online-Redaktion von einer Empfehlung abhält. Helder Yurén aber macht einfach weiter. Auch sein neuestes Buch „Homo rapiens rapiens“ ist kleingeschrieben – ohne Rücksicht auf Konvention und Lesegewohnheit. (mehr…)

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Die AfD vor dem Rechtsruck

Dreierspitze oder König Lucke? Eine ARD-Dokumentation zeigt, wie der Führungsstreit in der AfD zum Richtungsstreit geworden ist. Die Protagonisten reden erstaunlich offen

Von Felix Werdermann

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Ja, die Pegida-Forderungen könne er alle unterstützen. Alexander Gauland sitzt eigentlich für die AfD im Brandenburger Landtag, ist dort sogar Fraktionsvorsitzender. Heute jedoch ist er in Dresden auf der Demo gegen die Islamisierung des Abendlandes. Vom Kamerateam lässt er sich gerne begleiten, es ist ein politisches Statement – auch im Machtkampf innerhalb der Partei. (mehr…)

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Deutschlands Zukunft lesen

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD ist 185 Seiten lang und enthält einige Überraschungen. Eine etwas andere Rezension mit den wirklich wichtigen Fakten

Von Felix Werdermann

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Die Pointe war clever. Als CSU-Chef Horst Seehofer in der Bundespressekonferenz gefragt wird, ob er denn den Koalitionsvertrag vollständig gelesen habe, antwortet er: „Ich kenne eine Person, die hat den auf jeden Fall gelesen.“ Seehofer lacht, die Journalisten auch. Dann setzt er nach: „Die ist aber nicht im Raum.“

Den meisten SPD-Mitgliedern ergeht es wohl ähnlich. Die wenigsten dürften die 185 Seiten von vorne bis hinten gelesen haben. Noch bis heute nacht um 24 Uhr können alle Sozialdemokraten abstimmen über die Koalitionsvereinbarung mit dem Titel „Deutschlands Zukunft gestalten“. Wer sie noch nicht gelesen hat, sollte sich beeilen: Es dauert etwa neun Stunden.

Als Service für alle beschäftigten SPD-Mitglieder – aber auch für alle anderen Bürger, die wissen wollen, was in den kommenden vier Jahren auf sie zukommt – stellt diese Rezension die wichtigsten Informationen zusammen. (mehr…)

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Das Unglück der Sprache

Wenn über das Flüchtlingsdrama vor Lampedusa gesprochen wird, fehlen uns oft die richtigen Worte – dafür gibt es dann die falschen. Unbewusst verharmlosen wir die tödliche Abschottung

Von Felix Werdermann

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Die ersten Meldungen der Nachrichtenagenturen kamen noch ohne das Unglück aus. Die dpa schrieb von „Schiffbruch“, bei AFP war von einem „Flüchtlingsdrama“ die Rede und Reuters vermeldete ganz nüchtern den „Untergang eines Flüchtlingsbootes“. Doch es dauerte nicht lange, da berichteten die Medien über das „Unglück“ der hunderten Flüchtlinge, die vor Lampedusa im Meer ertranken. Passt dieser Begriff?

Zwar hat sich niemand den Tod der Flüchtlinge gewünscht, doch die europäischen Innenpolitiker mit ihrer Abschottung haben ihn zu verantworten. Bei einem Unglück hingegen gibt es keine Schuldigen, nur Opfer einer höheren Gewalt. (mehr…)

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